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Ist CHDK ein App?

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Zunächst müssen wir klären, was ein(e) App ist. Der merk- und fragwürdige Begriff wird von Applikation abgeleitet. Mit Applikation ist hier ein Anwenderprogramm gemeint. Damit haben wir schon das nächste Problem. Was ist das grammatikalische Geschlecht von App, die Applikation oder das Programm?

Folgt man der Wikipedia-Beschreibung, ist CHDK auch ein App, da die Anwendung speziell an eine Zielplattform angepasst ist und über Onlineportale bezogen werden kann. Im Allgemeinen reichen Apps (die Mehrzahl von App) von einfachsten Werkzeugen und Spaßanwendungen mit nur einer Funktion bis hin zu Programmpaketen mit umfangreicher Funktionalität. Für CHDK trifft eher die Beschreibung Programmpaket zu.

Damit enden aber die Gemeinsamkeiten. Der Vertrieb von CHDK erfolgt weder kommerziell, noch wird er überwacht. Auch wenn der eine oder andere glaubt, dass er bei CHDK-Nutzung und Kommunikation zum Thema CHDK kontrolliert wird. Dem ist nicht so. Die CHDK-Aktiven haben bestimmt andere Schwerpunkte.

Kommen wir aber zur Ausgangsfrage zurück. Man könnte CHDK auch als App definieren. Es gehört aber in die Kategorie funktionales Paket. Damit ist schon vorgegeben, dass man CHDK nicht mal so nebenbei als eine Art Spaßprogramm betreiben kann.

Um CHDK zu verstehen, ist es notwendig, sich mit der zur Verfügung gestellten Dokumentation auseinander zu setzen. Das reicht aber nicht. Da CHDK versucht, die fototechnischen Möglichkeiten der Kamera bis an die Grenzen auszureizen, sollte man sich auch allgemein mit Fototechnik beschäftigen.

Leute, die mal so nebenbei Handbücher überfliegen und diese eher uninteressant finden, werden mit CHDK nicht viel Freude haben. Wer keine Lust hat, sich in die Angebote der Foren einzulesen, erreicht sehr schnell Grenzen beim Umgang mit CHDK. Zugegeben ist es nicht immer sehr einfach, alle Hintergrundinformationen zu finden. Dafür muss man sich einfach Zeit nehmen.

CHDK funktioniert nur, wenn viele aktiv mitmachen. Einen wichtigen Aspekt stellen die Rückmeldungen dar. Es reicht nicht, zu berichten, dass Funktion XYZ Probleme bereitet. Das ist zwar auch notwendig. Berichte über erfolgreiche CHDK-Benutzung sind genau so wichtig. Damit wird abgesichert, dass die Entwicklungsarbeit erfolgreich war. Man sollte bedenken, dass mittlerweile mehr als 50 Kamera-Modelle von CHDK unterstützt werden. Niemand der Entwickler hat alle Modelle für Testzwecke zur Verfügung.

Wichtig ist auch, dass gewonnene Erkenntnisse über CHDK öffentlich in den Foren oder auf den Wiki-Seiten bereitgestellt werden. Damit leistet man einen aktiven Beitrag zum Gelingen von CHDK. Es ist niemanden damit geholfen, wenn solche Erkenntnisse nur im Zwiegespräch ausgetauscht werden.

Einige CHDK-Anwender vergessen auch, dass dieses kostenlose Projekt trotzdem Ressourcen benötigt. Es werden Server-Kapazitäten für Foren und Downloadmöglichkeiten bereitgestellt. Quellcode und Dokumentation müssen gepflegt werden. Die Wiki-Seiten und Foren werden moderiert. Man könnte noch einige Dinge mehr aufzählen. Das alles wird als Hobby betrieben. Es besteht also kein Anspruch auf die zur Verfügung gestellte Leistung. Das unterscheidet CHDK von kommerziellen Produkten.

Wer sich aber ein bisschen Zeit nimmt, Interesse hat, mehr zum Thema Fotografieren zu erfahren, wird mit dem "App" CHDK viel Freude haben. Manche sprechen sogar von einem gewissen Suchtpotential, dass CHDK in sich birgt.

 

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